Projektübersicht

Projektzusammenfassung

Einführung: Informationen des Centre for Strategy & Evaluation Services LLP (2010) zufolge werden jährlich ca. 18 Millionen Tonnen synthetische Düngemittel auf europäische Böden aufgebracht.[1]

Die Auswirkungen auf die Umwelt den Boden, die Flüsse und das Grundwasser sowie soziale Auswirkungen auf die Menschen sind enorm. Aus diesem Grund wurden von der Europäischen Union Normen und Standards für anorganische Düngemittel erlassen, um die Märkte zu regulieren und zu harmonisieren. Ein weiteres Ziel der EU in diesem Zusammenhang ist die Reduzierung der negativen Effekte von Stickstoff, Phosphor und Kali (NPK), die in den meisten chemisch-synthetischen Düngemitteln verwendet werden, zu reduzieren. Diese sind die Auswaschung dieser Stoffe in das Grundwasser, die Eutrophierung von Flüssen und Seen, die Emission von Distickstoff-Monoxid (N2O/Lachgas) in die Atmosphäre mit großem Potential bezüglich globaler Erderwärmung und nicht zu vergessen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch die Produktion dieser Düngemittel.

Aufgrund dieser negativen Auswirkungen wurden umweltfreundliche Alternativen, vor allem von kleinen, lokal tätigen Unternehmen entwickelt und auf den Markt gebracht. Bisher ist es allerdings noch nicht gelungen den Düngemittelmarkt mit diesen umweltfreundlichen Produkten zu durchdringen und damit die umfangreichen, negativen Auswirkungen der traditionellen, chemischen, salzgebundenen Düngemittel nachhaltig zu reduzieren.

Stand der Technik, Innovation, Lösungen: Eine hoch wirksame Alternative wurde durch die up-Umweltpionier GmbH (upgmbh), einem KMU aus Österreich entwickelt. Ihre Dünger sind nicht nur 100 % natürlich, sie schließen Tierbestandteile gänzlich aus und bestehen aus der richtigen Mischung von pflanzlichen organischen Bestandteilen, anorganischen Tonmineralien und Mikroorganismen, um natürliche Kompostierungsvorgänge im Boden herbeizuführen, wodurch die Nährstoffe und  Spurenelemente für die Pflanzen verfügbar gemacht und in die Humusschichte des Bodens eingebaut werden. Dadurch sind diese Nährstoffe langzeitverfügbar und die Dosierung der Düngemittel kann, bei nachhaltiger Anwendung über mehrere Jahre sukzessive reduziert werden. Diese natürlichen Vorgänge verbessern die Bodenstruktur und bilden Humus, dadurch wird Bodenerosion vermindert und CO2 im Boden gebunden.

Diese Wirkungsweise ist komplett konträr zur Wirkung von künstlichen, chemischen und salzgebundenen Düngemitteln, welche die Pflanzen unmittelbar „zwangsernähren“. Das Salz des Düngers löst sich bei Kontakt mit Wasser auf und momentan ist eine Unmenge an Nährstoffen für die Pflanzen verfügbar. Diejenigen, die nicht sofort aufgenommen werden, gehen schnell verloren und werden in das Grundwasser ausgewaschen, wodurch der Boden geschädigt wird und nur über eine Steigerung der Düngergabe entsprechende Resultate gehalten werden können.

Alle Düngemittel der ubgmbh sind als Lebensmittel begutachtet und damit ist die völlige Unbedenklichkeit garantiert und keinerlei Gesundheitsrisiko mit der Ausbringung verbunden. Andere „natürliche“ Düngemittel enthalten meistens tierische Anteile, wodurch eine Gesundheitsgefährdung (durch enthaltene Medikamentenrückstände (Antibiotika) oder zB Gefährdung durch BSE) nicht auszuschließen ist.

Bisher wurden die Umweltpionier Naturdünger in der Pilotanlage der Mutterfirma, die auch den mineralischen Rohstoff Ton zuliefert, getestet und produziert.

Spezifische Ziele: Im Rahmen des Projektes sollen die innovativen Effekte unserer Düngemittel im gesamten Markt der EU verbreitet werden: Lebensmittelqualität und Reproduktion statt Transport.

Der Erfolg im „grünen Markt“ der Düngemittel innerhalb Europas, soll nachhaltig durch eine Markt-Replikation und den damit verbundenen notwendigen organisatorischen Schritten im Rahmen lokaler Produktionsstandorte generiert werden. Es macht umweltpolitisch keinen Sinn Düngemittel, die zwar gesund und dadurch mit positiven Effekten ausgestattet sind, lokal zu produzieren und in die Länder der gesamten europäische Union, über viele tausend Kilometer, zu transportieren.

Unabhängig davon ist es notwendig die Pilotanlage in Österreich auf einen industriellen Standard zu heben. Für diese Anlagenentwicklung wird ein stufenweiser, integrativer LCA-Ansatz zur Anwendung kommen.

 

Arbeitsprogramm und wichtigste Ergebnisse: Das Projekt beginnt mit Feldversuchen mit unseren Produkten in Kooperation mit österreichischen gartenaffinen Organisationen, um Partnerschaften mit diesen Organisationen zu entwickeln und erste strategische Vereinbarungen zu treffen.

Die Pilotproduktion in Österreich (33 t, WP 2) wird laufend weiterentwickelt, um die gesteigerten Verkaufsziele innerhalb des Projektes erreichen zu können. Weitere Steigerungen der Kapazität sind geplant. Auf Vorergebnissen und Erfahrungen mit der ökologischen Produktion in Österreich basierend, wird ein Reproduktionssystem entwickelt (WP3), welches alle Stufen, von der Identifikation optimaler Standorte für eine Produktion, über Marketing, bis hin zur Distribution beinhaltet. Ein Geschäftsplan (WP4) wird entwickelt, um die Marktzutrittsbarrieren (höherer Preis, fehlendes Bewusstsein bezüglich der Giftigkeit herkömmlicher Düngemittel, falsche Anwendung von Düngern, starke Konkurrenz durch die konventionellen Düngerproduzenten) zu identifizieren und durch einen sehr zielgerichteten Marktauftritt, die Hauptzielgruppen (Tourismus, private Gartenbesitzer und Kommunen mit öffentlichen Grünflächen) anzusprechen und zu bearbeiten.

Es werden Verbreitungsstrategien (WP5) entwickelt um den Businessplan bestmöglich zu unterstützen.

 

Unsere Düngemittel zeigen eine signifikant bessere Performance als die durchschnittlichen synthetischen/anorganischen Dünger: Bezüglich Treibhausgasemissionen, Luftschadstoffe wie NOx und SO2, Abfall, Wasser, Ressourcen und Durchschnittsenergie verursachen unsere Dünger 10% weniger Emissionen, bedürfen 400 mal weniger Wasser im Produktionsprozess und weisen einen signifikant geringeren Energiebedarf auf.

Wir erwarten enorme ökonomische und ökologische Effekte durch den Ersatz von anorganischen/synthetischen Düngern mit unserem Produkt angewendet in ganz Europa.

Unser organisch-mineralischer Dünger unterstützt nachweislich die Humusbildung, Kohlenstoffbindung, Erosionsprävention und dadurch wird die Erosionsgefahr gemindert und es gibt  keinerlei Eutrophierungs-Probleme und Lachgasemissionen während der Anwendung. Dadurch werden europäische Böden und letztlich die europäische Gesellschaft geschützt.

 

[1] Evaluation of Regulation, (EC) 2003/2003 on Fertilisers, Final Report 2010, p.16

 

 

Technische Beschreibung und der Stand der Entwicklung

Die up-Umweltpionier GmbH (upgmbh), ein KMU aus Österreich, hat Düngemittel entwickelt, die nicht nur 100% natürlich sind, sondern – im Gegensatz zu den anderen „grünen Düngern“ – keinerlei tierische Anteile enthalten. Sie enthalten den richtigen Mix aus

  • pflanzlichen organischen Bestandteilen (Maiskleber)
  • anorganischen Tonmineralien (Schieferton und Zeolith) und
  • spezielle Mikroorganismen (Lactobacillus: Lb. Paracasei, Lb. Rhamnosus, Lb. Spezialis) um

natürliche Kompostierungsvorgänge im Boden hervorzurufen, welche die Nährstoffe für die Pflanzen über einen längeren Zeitraum generieren, was wiederum eine geringere Dosierung bei längerfristiger Anwendung erlaubt. Diese stattfindenden Mechanismen verbessern die Bodenstruktur und bilden Humus, was sowohl die Reduktion der Erosion und die Kohlenstoffbindung positiv beeinflusst. Diese Wirkungsweise ist total konträr zu den synthetischen Düngern, die direkt und sofort die Pflanzen, durch die im Dünger enthaltenen Substanzen „zwangsernähren“. Alle Bestandteile, die die Pflanze nicht sofort aufnimmt, gehen verloren und landen im Grundwasser, was auch dazu führt, dass nur eine gesteigerte Dosis dieser Dünger gleichbleibende Resultate über die Jahre ermöglicht.

Die Konsistenz unserer Dünger ist pudrig, im Gegensatz zu den meisten anderen Düngern, die granuliert sind. Der Grund dafür ist, dass das Granulieren unserer Produkte zusätzliche Additive benötigen würde, was die Umweltfreundlichkeit jedenfalls reduziert. Der Prozess des Granulierens bedarf auch Hitze, was negative Effekte auf die Aktivität der Mikroorganismen und zusätzlichen Energieaufwand bedeutet.

In Österreich sind unsere Dünger als Lebensmittel eingestuft, was signalisiert, dass keinerlei gesundheitliche Risiken mit der Anwendung verbunden sind (ganz im Gegensatz zu den chemisch-synthetischen Düngern, aber auch zu den „umweltverträglicheren“ Produkten, die meistens nicht unbedenkliche tierische Bestandteile beinhalten).

Erstaunlicherweise werden diese gesundheitlichen Risiken in Verbindung mit der Anwendung dieser bedenklichen Produkte kaum diskutiert.

 

Weitere innovative Aspekte: 100% natürlich, ungiftig und eine Reihe von umweltrelevanten Vorteilen bei der Produktion und der Verwendung.

Bisher wurden die Dünger auf einer Pilotanlage in Kriechbaum, Oberösterreich, in einem Bergbaubetrieb für unter anderem Tonmineralien produziert. Drei Varianten der Dünger mit verschiedenen Anteilen der Inhaltsstoffe wurden entwickelt: einer für den Rasen, einer für Obst und Gemüse und ein flüssiger universeller Dünger.

Die Pilotanlage hat eine sehr eingeschränkte Kapazität (max. 33 t/Jahr) und die Arbeitsschritte erfolgen hauptsächlich manuell, nur unterstützt durch eine vertikale Mischanlage, in die die Komponenten eingefüllt werden. Nach dem Mischprozess wird das Produkt in 10 kg bzw. 25 kg Säcke manuell eingefüllt. Mit einer kleinen Waage wird das korrekte Gewicht der Säcke kontrolliert. Mithilfe einer händischen Nähmaschine werden die Säcke verschlossen. Alle Produktionsschritte werden händisch ohne Automatisierung verrichtet.

Dieser Pilot-Produktionsprozess ist nicht für eine größere Ausstoßmenge geeignet, weil zu viele Humanressourcen gebunden werden, was zu hohen Kosten führt, genauso wie der Bezug von nur kleinen Mengen an  Rohmaterialien.

Diese limitierte Produktionsweise war allerdings wichtig um Dünger für die Feldversuche (siehe unten) liefern zu können. Parallel dazu wurden wenige Einheiten unserer Dünger (über unsere Webseite² und über die Kooperation mit „Bild der Wissenschaft“³, die nur Geschenke mit einem „wissenschaftlichen“ Hintergrund bewerben, also nicht für unsere zukünftigen Zielgruppen) verkauft, um vor allem Feedback von den sogenannten „first movers“ zu erhalten. Um diese Feedback-Gruppe zu erweitern, wurden auch Anwender im Umkreis der Produktionsstätte gratis beliefert.

Aufgrund des Engpasses in unserer Produktionsanlage und der fehlenden Resultate aus den Feldversuchen, war es uns bisher nicht wirklich möglich wahrnehmbar in den Markt einzusteigen.

 

Im Rahmen dieses Projektes, wollen wir die Produktion auf einen industriellen Standard in Kriechbaum/Österreich durch einen stufenweisen Entwicklungsprozess heben:

 

Stufe 1 / Von der Pilotanlage zu ECO/12/333065 Natural Fertilizer (2010-2013)

Die Startkapazität wurde durch die bestehende Pilotanlage in Österreich vorgegeben. Der mögliche Ausstoß liegt derzeit bei 33 t pro Jahr. Diese Limitierung ist auf die beschränkten Personal- und maschinellen Ressourcen der Firma KAMIG, die den Dünger produziert, zurückzuführen.

Am Anfang hatten wir Probleme aufgrund eines fehlenden Silos, fehlendem Knowhow und minimierter maschineller Ausstattung. Aus diesen Gründen wurde in den Jahren 2010 bis 2012 nicht mehr als die oben erwähnte Tonnage an Dünger produziert, außerdem waren wir in dieser Zeit nicht in der Lage eine größere Menge im Markt unterzubringen, wodurch es auch keinen Sinn machte eine größere Menge herzustellen. Es stellten sich auch noch Probleme bei der trockenen Lagerung der fertigen Produkte im Betrieb, sowie beim Transport und bei den Vertriebspartnern ein. Es wurden auch Beschädigungen der Lagerware durch Mäuse und andere Tiere festgestellt, die zu Material- und damit einhergehend auch unvermeidlichen Geldverlusten führten. Im Jahr 2013 produzierten und verkauften wir ca. 35 Tonnen von unserem Naturdünger.

 

Stufe 2/ Vom Projektstart bis März 2015 (2014-2015)

Im Jahr 2014 wurde die Rüstzeit für die Produktion durch den Aufbau von Knowhow bezüglich des Produktionsprozesses verkürzt. Das wurde durch die Ernennung von 2 hauptverantwortlichen Arbeitern für die Düngerproduktion erreicht. Durch eine verbesserte interne Arbeitsorganisation, wurde die Produktionszeit pro Schicht erhöht. Darüber hinaus wurde ein Vertrag mit dem Lieferanten des Maisklebers abgeschlossen, wodurch eine laufende Verfügbarkeit dieses Rohstoffes erreicht wurde. Das Lagerproblem wird durch den Kauf eines Containers etwas entschärft, nach derzeitigem Wissensstand, die einzige Möglichkeit Mäuse vom Fertigprodukt fernzuhalten.

 

Stufe 3/ von April 2015 bis zum Ende des Projektes (2015-2017) in zwei Schritten

Schritt 1

upgmbh wird die Produktion auf einen Punkt innerhalb des Betriebsgeländes in Kriechbaum/Österreich konzentrieren. Bisher mussten sämtliche benötigten Anlagenteile und Zutaten von verschiedenen Lagern im Betriebsgelände zur Mischstation transportiert werden. Der Zeitaufwand dafür ist groß und mehr als ein Arbeiter wird dafür benötigt. Die Vorlaufzeit bis zum Start der Produktion ist immer noch beträchtlich.

Durch die Platzierung aller Anlagenteile innerhalb eines Teiles einer Halle und die damit verbundenen kurzen Wege, erwarten wir uns positive Effekte auf die Steigerung der Produktion. Zusätzlich zu diesen Optimierungsschritten, werden wir, abhängig von den Verkaufszahlen, die Produktion in mehreren Schichten durchführen. Durch diese Maßnahmen werden wir den Ausstoß auf 140 to im Jahr 2015 steigern. (Deliverable D2.2 im Monat 22 zu liefern)

 

Schritt 2

Um das Deliverable D4.8 liefern zu können, müssen wir die Produktionskapazität noch mehr steigern. Dies wird einerseits durch die Anschaffung weiterer Container, um eine große Menge an fertig versackten Produkten auf Lager produzieren und diese „maussicher“ und trocken lagern zu können, erreicht. Andererseits ist durch ein automatisches Transportsystem die Durchlaufzeit weiter zu verringern. Dieses System wird vom geschulten Personal der KAMIG am Standort in Kriechbaum geplant und gebaut. Durch diesen zweiten Schritt, wird es möglich sein, die angestrebten 240 Tonnen unseres Naturdüngers im dritten Jahr des Projektes produzieren und verkaufen zu können – D4.8 im Monat 36.

 

Stufe 4/ 2 Jahre nach dem Ende des Projektes (2017-2019)

Der durch den Verkauf von 240 Tonnen unseres Düngers im dritten Jahr des Projektes erwirtschaftete Cashflow wird in die Erweiterung der Produktion investiert. Die Produktionskapazität wird auf 400 t innerhalb von 2 Jahren nach dem Projekt gesteigert (entsprechend D2.12). Diese Mehrmenge kann zu dieser Zeit auch im Markt untergebracht werden.

 

Mit moderaten Anpassungen der bestehenden Produktionsanlage wird es möglich sein, auch den Verkaufszahlen nach dem Jahr 2017 entsprechende Mengen produzieren zu können.

 

 

Begründung für die Zusammenstellung des Konsortiums

Liste der Teilnehmer

Teilnehmer Nr. Teilnehmer Name Teilnehmer Kurzname Land Rolle im Konsortium
1 (CO) up-Umweltpionier GmbH upgmbh AT Koordinator, Aufbau der industriellen Produktion in Österreich, Geschäftsstrategie
2(CB) Ing. Johann Daxner GmbH Daxner AT Technische Beratung, verantwortlich für die Entwicklung der Produktionsanlage
3(CB) OBL Systemvertrieb GmbH OBLSys AT Technische Beratung, verantwortlich für die Verpackungsanlage
4(CB) “Kamig” Österreichische Kaolin- und Montanindustrie Aktiengesellschaft Nfg. Komm.Ges. KAMIG AT KAMIG ist 90 % Besitzer der upgmbh und betreibt den Bergbau für Ton an der Produktionsstätte der Naturdünger. KAMIG Personal wird die Entwicklung der industriellen Produktionsanlage begleiten und langfristig den Produktionsleiter stellen.

*Die Nummerierung und Benennung der Teilnehmer ist die gleiche wie in den Teilen A und C
CO: Koordinator, CB: Mitbegünstigter

 

Kurzbeschreibung der Teilnehmer und Begründung für die Zusammenstellung des

Der Koordinator upgmbh hat sämtliche Vorarbeiten für die Düngemittel geleistet, die der Mittelpunkt des Projektes sind. Die Produktion wird auf industriellen Standard im Rahmen des Projektes gehoben. Die Produktionsstätte ist am Bergbaugelände des Partners KAMIG angesiedelt, die KAMIG besitzt mehrheitlich upgmbh und stellt das Personal für die Abwicklung der Produktion zur Verfügung.

Partner Daxner und OBLSys werden die Anlage planen und installieren. Deren Hauptmotiv für die Teilnahme am Projekt ist die Lösung der Probleme im Rahmen der Anforderungen an die innovative Anlage, um neues Knowhow für zukünftige Eco-Innovationen zu generieren. Es ist außerdem geplant exklusive Rechte an die Partner im Zusammenhang mit dem Bau von weiteren Anlagen bei Franchise Partnern im EU-Raum zu vergeben.

 

Folgende Schlüsselakteure sind als Sub-Vertragspartner in das Projekt integriert:

 

Dagmar Diwok: Deutsche Expertin im nachhaltigen Management von Unternehmen und Gebieten. Seit 1992 ist Dagmar Diwok involviert in und verantwortlich für regionale, nationale und EU-Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, im speziellen für touristische und geschützte Bereiche. Relevante Projekte: INTOUR – 2010 – 2013 – (http://www.travelife.eu/index.php?id=1&mid=346), bei dem Dagmar Diwok für Einbindung und Schulung in italienischen Hotels und bei Tourbegleitern im Rahmen des TRAVELLIFE Nachhaltigkeitsschemas, für die Organisation von Events, die Koordination und Verbreitung verantwortlich war. Seit 2009 ist sie Präsidentin der Lokalagenda 21 für Garmisch-Partenkirchen (http://agenda21-garmisch-partenkirchen.de/) und zwischen 2005 und 2009 war sie Präsidentin der italienischen NGO ACTA (http://www.actanet.it).

Dagmar Diwok ist aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten sehr wichtig für das Projekt:

  • Sie spricht fließend Deutsch, Italienisch, Rumänisch und Englisch
  • Sie hat langjährige Erfahrung in multinationalen EU-Projekten mit Fokus auf Projektkoordination, Verbreitung und Erschließung und kann dadurch den Koordinator sehr gut unterstützen, für den EU-Projekte Neuland sind.
  • Ihr Expertenwissen passt hervorragend in die ECO-Innovation Förderschiene und im speziellen in dieses Projekt.

Dagmar Diwok wird bei allen Treffen, sowie sämtliche Dokumente im Rahmen der Dissemination und der Feldversuche übersetzen. Sie wird bei bestimmten Deliveries zum Beispiel im WP 5 mitarbeiten. Allgemein wird sie als Sub-Vertragspartner des Projektes fungieren.

 

Franz Ottner: Österreichischer Universitätsprofessor an der BOKU (Universität für Bodenkultur, Wien) und Experte in Geologie, angewandter Mineralogie, Tonmineralogie. Seit 1990 ist er in viele nationale und internationale Projekte im Bereich der angewandten Geologie, natürlichen Ressourcen und Bodenwissenschaften involviert. Er wird das Projekt mit Bodenanalysen in möglichen Replikationsgebieten unterstützen.

 

Horst Lunzer: Österreichischer LCA-Experte mit mehr als 20 jähriger Erfahrung als Wissenschaftler und als Berater von Unternehmen auf deren Weg zur Nachhaltigkeit. Horst Lunzer hat bereits wesentlich an der bestehenden LCA-Studie unserer Düngemittel mitgewirkt. Er wird diese Arbeit im Rahmen des Projektes fortsetzen, um eine integrativen LCA und Eco-design Anspruch zu gewährleisten.

 

Orlando Cavedoni: Experte im Handel und Verkauf, internationaler Transaktionen; Chemieingenieur, Rohstoffexperte für die Keramik- und Papierindustrie, internationaler Berater mit weltweiter Expertise im Bereich Bergbau und Forschung. Er wird als Berater im Projekt, speziell im WP4 fungieren.

 

 

Europäische Wertsteigerung

Vorteile den Projektinhalt auf europäischer Ebene zu behandeln

 

Dieses Projekt zielt auf die EU-weite Replikation ab und macht daher auf EU-Ebene Sinn.

 

Eine der Zielgruppen, nämlich die lokalen Gemeindeverbände, werden in Zukunft ihr Einkaufsverhalten den europäischen Umweltrichtlinien in diesem Sektor unterordnen müssen. Diese können leichter mit einem regional produzierten, „echten“ EU-Produkt, mit europäischer Öko-Zertifizierung eingehalten werden. Die Zielgruppe Tourismus und da im speziellen Hotels, sind teilweise in EU-weiten bzw. weltweiten Ketten organisiert. Diese können nur mit Produkten beliefert werden, die ebenfalls den EU-Einkaufsrichtlinien entsprechen und für die gesamte Kette gleichermaßen verfügbar sind.

 

Ein weiteres, strategisches Ziel ist die Harmonisierung von großen und kleinen Produzenten von organischen Düngemitteln über einheitliche Standards.

 

Die positiven Effekte der vielfältigen ökologischen Vorteile unserer Produkte, können durch die Potenzierung auf EU-Ebene eine sinnvolle Größenordnung erlangen. Diese Effekte korrespondieren perfekt mit der Europäischen Themenstrategie im Beriech des Bodenschutzes [SEC(2006)620]/[SEC(2006)1165], mit dem übergeordneten Ziel des Schutzes und der nachhaltigen Verwendung von Boden, um weiteren Bodenabbau zu verhindern, die Funktionen des Bodens zu erhalten und verbrauchte, geschädigte Böden durch Aufbau wieder nutzbar zu machen.

Wir können auch bei der Implementierung der Direktive 2004/35/CE mitwirken, die besagt, dass zumindest die notwendigen Maßnahmen getroffen werden müssen, die relevanten verunreinigenden Stoffe zu beseitigen, zu kontrollieren, zu sammeln oder zu vermindern, um zu verhindern, dass geschädigter Grund und Boden durch gegenwärtige oder zukünftige Verwendung zu Gesundheitsschäden beim Menschen führen kann. Die auftretenden Risiken sollen durch eine Risiko-Analyse bewertet werden, bei der die Charakteristiken des Bodens, die Art und der Umfang der gefährlichen Substanzen, die Aufbereitung, Organismen und Mikroorganismen, die Gefährdung und die mögliche Streuung berücksichtigt werden.

 

Durch die reduzierte Ressourcenausbeutung bei der Produktion unserer Düngemittel im Vergleich zu „konventionellen“ Düngern, tragen wir auch zur Communication COM(2011) 571 „Landkarte zu einem Ressourceneffizienten Europa“ bei.

Letztlich passt unser Produkt aber auch die geschäftliche Orientierung von allen Partnern des Konsortiums in die COM(2011) 899: Innovation für ein nachhaltiges Europa . Der Öko-Innovation-Aktionsplan (EcoAP) und in alle Initiativen im Rahmen des „green business“ innerhalb der EU.

 

Europäische Dimension der Marktbarrieren und umweltpolitische Herausforderungen und wie diese behandelt werden

 

Weil die Sensibilität für grüne Lösungen und Gesundheitsaspekte eine tragende Rolle bei der Markpenetrierung mit unseren Düngern spielen, sind Unterschiede innerhalb der europäischen Regionen in Bezug auf diese Sensibilität eine Marktbarriere, die im Rahmen unseres Projektes durch die Entwicklung einer Geschäftsstrategie behandelt wird (wir erwarten uns entsprechende Ergebnisse und Rückschlüsse aus unseren Marktversuchen).

 

Bezüglich der Zulassungsregeln ist unser Plan in die Liste der designierten EU Dünger im Rahmen der Regulierung (EC) Nr 2003/2003 aufgenommen zu werden. Weil es keine EU Regelung oder entsprechende Kennzeichnungen für organische Düngemittel gibt, beziehen sich die Marktzutrittsbarrieren auf die unterschiedlichen nationalen Regulierungen und Standards. Um diese Hemmnisse zu beseitigen, ist es notwendig eine detaillierte Analyse aller relevanten nationalen Normen, Standards und Zulassungsregeln der europäischen Mitgliedsstaaten durchzuführen.

Auf dieser Basis ist es möglich unsere Dünger mit allen Standards kompatibel zu machen und für die entsprechenden nationalen Kennzeichnungen zu qualifizieren.

 

In Österreich entsprechen die Dünger bereits den nötigen Zulassungsvoraussetzungen.

 

Für Deutschland werden unsere Dünger entsprechend der deutschen Düngemittelverordnung zugelassen. Laut Auskunft des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Konsumentenschutz benötigen die Produkte keine zusätzliche wissenschaftliche Überprüfung. Zuständig für Zulassung sind die Düngemittelverkehrskontrollstellen der Bundesländer.

 

Niveau der europäischen Kooperation innerhalb des Projektes

 

Die Projektpartner stammen aus Österreich, ein Subvertragspartner aus Deutschland und einer aus Italien. Europaweite Verbreitung und Kontakte zu europaweiten Organisationen sind in der Verbreitungsstrategie inkludiert. Während und nach der Projektlaufzeit, werden sowohl die Replikation und auch die Übertragbarkeit der Konzepte innerhalb der EU-27 angestrebt.

 

 

Arbeitsprogramm

Grundprinzip und Struktur des Arbeitsprogrammes aufgeteilt in Arbeitspakete (Hauptprojektphasen)

Das Arbeitsprogramm ist an die schrittweise technische Verbesserung des Produktionsprozesses unserer Dünger und an Schritte in Richtung Marktreplikation gebunden:

Das Projekt beginnt mit dem WP 2 „Sanfte Industrialisierung“ in Österreich. Durch die vergrößerte Produktionskapazität können die definierten Verkaufsziffern im Jahr 3 innerhalb der Projektlaufzeit im Monat 36 erreicht werden.

Im WP 3 wird der erste Entwurf des Marktreplikations-Systems entwickelt.

Das Ziel in diesem Arbeitspaket ist die Entwicklung eines allgemeinen Replikationssystems, das in ganz Europa seine Anwendung finden soll. Dafür sollen innerhalb des Arbeitspaketes potentielle Franchisepartner gefunden und Vereinbarungen mit ihnen geschlossen werden, um die lokalen Märkte bearbeiten zu können.

 

Der Geschäfts- und Erschließungsplan aus WP 5 beginnt ebenfalls kurz nach Projektstart, weil der Geschäftsplan eine notwendige Basis für das Marktreplikationssystem darstellt.

Die verpflichtenden Arbeitspakete WP 1: Management und WP 5: Dissemination laufen über die gesamte Projektlaufzeit und komplettieren das Arbeitsprogramm.

 

Diagramm die Logik unseres Arbeitsprogrammes zusammenfassend und illustrierend

up-programm